Umwelt- und Naturschutz

Umwelt- und Klimaschutz sind Bestandteil einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung. Dies zeigt sich in den unterschiedlichen Feldern:

Im Naturschutz steht die Lahnaue zwischen Naunheim, Garbenheim und Dutenhofen im Fokus. Diesen Fokus müssen wir in andere Bereiche der Stadt lenken. Die Grünen setzen sich dafür ein, dass auch für den Bereich der Steindorfer Aue ein Biotopentwicklungskonzept auf den Weg gebracht und umgesetzt wird. Neben dem Weinberg muss auch der zweite ehemalige Standortübungsplatz, die Kühmark, sich im Sinne des Naturschutzes entwickeln können. Für unsere städtischen Wälder streben wir Grüne eine FSC-Zertifizierung an, wie sie das Land Hessen für den Staatswald schon auf den Weg gebracht hat.

Wetzlar wird geprägt durch den Zusammenfluss von Lahn und Dill. Auf Grüne Initiative hin wurde die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie begonnen. Neben Wetzbach und Blasbach müssen auch Maßnahmen am Welschbach erfolgen. Eine Gesamtbetrachtung der Gewässer der Stadt Wetzlar aus dem Jahr 2006 macht deutlich, dass auch an anderen Wasserläufen Handlungsbedarf besteht und dort Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt werden müssen.

In der Luftreinhaltung hat sich die Situation in Wetzlar seit 2011 verbessert. Die Werte für Feinstaub müssen aber weiterhin durchgängig beobachtet werden.

Im Rahmen des Lärmaktionsplanes fordern wir die Ausweisung von ruhigen Gebieten, wie sie das Land Hessen ermöglichen wird.

Städtische Grünanlagen und Parks sind zentrale Bestandteile der Stadt, um das Wohlbefinden sowohl des Einzelnen als auch der Gemeinschaft zu stärken. Stadtgrün schützt das Klima durch CO2-Speicherung, schafft Frisch- und Kaltluftgebiete, sorgt für Luftaustausch und Schatten. Sie sind wichtig für die Biodiversität einer Stadt. Daher setzen sich Die Grünen dafür ein, dass Wetzlar Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ wird. Zur Verbesserung der biologischen Vielfalt sollen Städtische Anlagen in artenreiches Grün (Blumenwiesen, standortgerechte Staudenbeete oder einheimische Gehölze) umgewandelt werden.

Die erfolgreiche Arbeit des Klimaschutzreferats muss konsequent fortgeführt werden. Wir Grünen streben an, dass die Umsetzung der beiden Klimaschutzkonzepte der Stadt Wetzlar und des Lahn-Dill-Kreises eng miteinander vernetzt werden, um Synergien zu erreichen. Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität bleiben auf der Agenda grüner Politik.

Im Bereich Bodenschutz waren bisher Schadstoffbelastungen von innerstädtischen Grundstücken das Thema. Dies muss weiterhin, insbesondere bei Bauvorhaben, berücksichtigt werden. Es muss aber verstärkt vorsorgender Bodenschutz berücksichtigt werden, z.B. durch eine bodenschonende Erschließung von Neubaugebieten.

Für die Abfallentsorgung streben wir ein Gebührenmodell an, welches stärker auf Müllvermeidung setzt.