Rückblick: Letzte Stadtverordnetenversammlung

(fraktion) Wir blicken auf eine spannende Sitzung am 12.Mai 2026 im Stadtparlament zurück:

Wir haben gefragt, warum die 🏳️‍🌈 nicht am Rathazs gehisst wu rde wie in den letzen Jahrenund eine – nicht zufrieden stellende Antwort bekommen. Das neue Funktionsgebäude mit interkulturellen Waschraum in Niedergirmes kommt! Da haben einige Bürger*innen lange darauf gewartet. Der Wir-Beirat bleibt!

Tagesordnung

Top 2: Fragestunde

Frage: Marten Ringsdorf

Marten: „Am 20.06.2026 findet der CSD in Wetzlar statt. Welche Aktivitäten bzw. Veranstaltungen plant der Magistrat im Rahmen des Pride Month im Juni 2026 und für welchen Zeitraum wird die Regen-bogenflagge vor dem Rathaus gehisst?“

Antwort von Oberbürgermeister Wagner: „“Laut hessischem Flaggenerlass hängen die aktuellen Flaggen bis Ende des Jahres zum 80 jährigem Jubiläum und die CSD Flagge wird in der Altstadt gehisst. Es gibt ver-schiedene Aktionen mit dem Jugendforum.“

Zusammenfassung: Die🏳️‍🌈-Flagge wird seit einigen Jahren im Juni (“Pride Month”) weltweit gehisst. Sie macht auf die Rechte, Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Menschen auf-merksam. Zum 80-jährigen Jubiläum von Hessen sind Landesgebäude zwar verpflichtet die Landesflagge von März bis November zu hissen. Diese Regel gilt jedoch nicht für Rathäuser. Dennoch weht die Regenbogenflagge dieses Jahr nicht vor dem Rathaus, sondern in der Altstadt auf dem Eisenmarkt.

 

Top 3: Neubau Funktions-gebäude Friedhof Wetzlar-Niedergirmes

Rede: Petra Strehlau

Sehr geehrte Herr Stadtverordnetenvorsteher,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

mit dem geplanten Neubau des Funktionsgebäudes am Friedhof Niedergirmes schaffen wir nicht nur bessere räumliche und technische Voraussetzungen für den Friedhofsbetrieb – wir setzen auch ein Zeichen für Würde, Respekt, Nachhaltigkeit und das gute Zusammenleben in unserer Stadt.

Die bestehenden Kühlräume und Sanitäranlagen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb ist der Neubau notwendig und richtig. Besonders wichtig ist dabei die Schaffung moderner und barrierefreier Sanitäranlagen, damit der Friedhof für alle Menschen zugänglich und angemessen nutzbar bleibt.

Hervorheben möchte ich den geplanten interkulturellen Waschraum. Dabei handelt es sich um einen speziell ausgestatteten Raum für die rituelle Waschung Verstorbener vor der Beisetzung. Diese Waschungen haben in verschiedenen Religionen und Kulturen eine große Bedeutung. Besonders bekannt ist dies im Islam, wo die rituelle Waschung ein fester Bestandteil der Bestattungskultur ist. Aber auch im Judentum gibt es mit der „Tahara“ eine traditionelle Form der rituellen Waschung. Ebenso kennen weitere Glaubensgemeinschaften und kulturelle Traditionen vergleichbare Rituale eines würdevollen Abschieds.

Ein interkultureller Waschraum bedeutet deshalb: Wir schaffen einen Ort, der unterschiedlichen religiösen und kulturellen Bedürfnissen gerecht wird – respektvoll, würdevoll und offen für die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft.

Besonders erfreulich ist zudem, dass die Ausstattung dieses Waschraums vollständig durch Spenden finanziert wird. Das zeigt, wie groß die Unterstützung und wie wichtig dieses Angebot für viele Bürgerinnen und Bürger ist.

Darüber hinaus wird bei diesem Neubau auch das Thema Nachhaltigkeit konsequent mitgedacht. Geplant sind eine Photovoltaikanlage zur umweltfreundlichen Stromerzeugung, der Einsatz einer Wärmepumpe sowie eine extensive Dachbegrünung. Damit verbinden wir moderne Infrastruktur mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen.

Zugleich wurde das Vorhaben eng mit der Unteren und Oberen Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Damit ist sichergestellt, dass sich der Neubau sensibel in das Umfeld der denkmalgeschützten Friedhofskapelle einfügt.

Meine Damen und Herren,
dieses Projekt verbindet Funktionalität mit Menschlichkeit, kulturelle Offenheit mit Respekt vor Tradition und Geschichte sowie moderne Technik mit nachhaltigem Denken.

Ich bitte Sie daher um Ihre Zustimmung.

Vielen Dank.

 

Top 5: Auflösung des Wetz-larer Interkulturellen Rates (WIR)

Gegenrede: Carmen Zühlsdorf-Michel

Unsere Fraktionsvorsitzende Carmen Zühlsdorf-Michel hielt eine spontane gute Gegenrede. Der Antrag wurde abgelehnt! Der Wir-Beirat bleibt selbstverständlich! 

 

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