Nur eine Fahne für den Frieden ? – oder mehr ?

Foto: Stadt Wetzlar

Viele, die sich in den achtziger Jahren in der Friedensbewegung engagiert haben, sind heute in der Politik aktiv, ich bin eine von ihnen. Als Kind habe ich die Schrecken des zweiten Weltkriegs erlebt, die mich geprägt haben. Das hat u.a. dazu geführt, dass ich mich in meiner Schulzeit bereits mit dem Thema Krieg und Frieden intensiv auseinandergesetzt habe. Dazu gehörte auch  das grausige         Schreckens-Szenario der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki – für mich eine unvorstellbare Grausamkeit die Menschen anderen Menschen zugefügt haben. Ein Ziel bei meinem Engagement war und ist deshalb die Abschaffung der Atomwaffen, die noch Jahrhunderte nach ihrem Einsatz Leben zerstören.

Zum Glück gibt es eine Reihe von Institutionen, die sich für dieses Ziel einsetzen, Eine ist die „Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican)“, der im vorigen Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Auch die weltweit agierende Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) setzt sich für die Abschaffung der Atomwaffen ein. Ihr haben sich inzwischen fast 7.300 Städte in 162 Ländern angeschlossen – davon 570 Städte in Deutschland . Sie wollen Aktivitäten fördern, die das Bewusstsein auf der ganzen Welt in  Bezug auf die Abschaffung von Atomwaffen verstärken.

Auf unsere Initiative hin hat die Koalition aus SPD, FW und Bündnis 90 /Die Grünen im Dezember 2017 den Antrag gestellt, Wetzlar möge der Organisation „Mayors for Peace“ – Bürgermeister für den Frieden beitreten. Die Stadtverordnetenversammlung hat diesen Beschluss  mehrheitlich gefasst.

Die erste öffentliche Aktivität fand am Freitag, den 6. Juli vor dem Rathaus statt, da wurde die Flagge der „Mayors for Peace“ erstmals am Rathaus gehisst. Dies geschah anlässlich des Flaggentages von „Mayors for Peace“, an dem in allen angeschlossenen Städten die Flagge gehisst wird. Die Flagge wurde zuvor vom Wetzlarer Friedenstreff übergeben, der sie gestiftet hat, um der Stadt die Kosten zu ersparen. Neben Oberbürgermeister, Stadtverordnetenvorsteher, Stadträten und Stadtverordneten waren auch zahlreiche Mitglieder des Wetzlarer Friedenstreffs bei der Übergabe und Hissung anwesend.

Gewiss, es ist zunächst „nur“ die Fahne, die uns an die Einhaltung der Friedensbemühungen mahnt. Aber ich bin sicher, es werden weitere Aktionen folgen, die uns deutlich machen, ein wie hohes Gut der Frieden ist.

 

Dr. Barbara Greis

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