Besuch der „ÖkoSiedlung“ in Friedrichsdorf

Am Freitag (12.05.2023) haben wir, Barbara, Dieter, Petra und Klaus gemeinsam mit den Grünen Friedrichsdorf und dem grünen BM Lars Keitel, umfangreiche Informationen eingeholt. Der vor Ort Verantwortliche Bauherr, Michael Henninger, hat sich sehr viel Zeit für uns genommen.
Ernüchternd war die Erkenntnis, das die Siedlung äußerlich nicht von anderen Neubausiedlungen zu unterscheiden ist. Viel Beton und Naturstein sind nachhaltig verbaut worden. Das Konzept der Ökosiedlung ist 2014 entstanden und heute würde selbstverständlich anders gebaut werden, führte Herr Henninger aus.
Mit einer geringen Flächenversiegelung, von 7 ha, ist hier ein modernes Quartier mit 350 Wohneinheiten und verschiedensten Wohnformen im entstehen. Wie das geht? Indem die Grundstücke für alle 1-Familien-Häuser (Reihen-, Doppel-, Gartenstadt-usw.), Mehrfamilienhaus ausgenommen, eine max. Größe von 250 qm haben.
Foto: Dr. Barbara Greis, Petra Strehlau und Dieter Winkelmann waren zu Besuch bei der Ökosiedlung in Friedrichsdorf. (© Klaus Hugo)
Foto: Lageplan der Ökosiedlung (© Petra Strehlau)

In zwei Bauabschnitten entstehen Ketten-, Reihen- und Doppelhäuser, Miet- und Eigentumswohnungen, eine Kita und eine Seniorenanlage. Zudem wird ein moderner Wohnturm aus Holz gebaut.

Der 1. Bauabschnitt ist fertig gestellt und wurde von uns besichtigt. Auch hier war die Stellplatzsatzung der Stadt Friedrichsdorf ein Problem, 2 Stellplätze je Wohneinheit! Die Lösung ist eine riesige Tiefgarage unter den Wohnhäusern, Erde wurde dann für die Begrünung (Gärten) wieder aufgeschüttet. Vom Stellplatz aus führt eine Tür direkt in den Keller des jeweiligen Wohnhauses. Somit ist die Siedlung weitesgehend autofrei.

Hier wurde über der Kita die Seniorenwohnanlage angesiedelt.

Foto: Blick auf das Außengelände der Kita mit Spielplatz. (© Petra Strehlau)

 

Wald und Obstwiesen grenzen an das Quartier an. Ein Teil des alten Baumbestandes bleibt erhalten und wird in die Gestaltung der Freiräume integriert. Ein sozialer Mittelpunkt wird für die künftigen Bewohner der zentrale Platz mit Cafe sein.

Foto: Eine alte Eiche wurde als Teil des alten Baumbestandes erhalten. (© Petra Strehlau)

 

Energieversorgung

Der Einsatz regenerativer und ressourcenschonender Energien sowie eine klimafreundliche Bauweise sind identitätsbildend für die Ökosiedlung. Der Schlüssel dazu sind die zentrale Energieversorgung und ein Nahwärmenetz. Der Eisspeicher, eine Großwärmepumpe, ein Blockheizkraftwerk sowie Solarabsorber und PVT-Systeme liefern 1200 Kubik, was für den ganzen Winter ausreicht. Ein Gasbrennwertkessel wird als Notreserve vorgehalten, wenn es an 9 Tagen hintereinander Minus 12 Grad gibt.

Intelligent kombiniert, liefern diese 85 % regenerative Energie in die Ökosiedlung.

 

Mobilität

Um den CO₂-Ausstoß zu senken, werden elektronisch angetriebene Fahrzeuge und Carsharing in der Ökosiedlung Einzug halten. Dadurch werden die Emissionen weiter reduziert, und die Bewohner erhalten eine zeitgemäße Alternative zum eignen Pkw.

An einem zentralen Ort im Quartier sollen E-Pkw und E-Bikes an speziellen Ladestationen zur Verfügung stehen. Zudem sind Bus, Bahn und Radwege in unmittelbarer Nähe.

Zwei E-Ladeplätze konnten wir schon entdecken:

Foto: Blick auf eine E-Lade-Säule vor einem Wohnkomplex. (© Petra Strehlau)

 

Der Text wurde verfasst von Petra Strehlau.

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